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Prävention des Knochenverlustes: Was der Patient tun kann, um den Knochenverlust zu vermeiden

Der Knochenverlust ist die schlechteste Situation für die Patienten in der Zahnmedizin. Schon ein Zahnausfall kann das Gebiss und die Knochenstruktur gefährden. Diese Situation hat Auswirkungen auch auf unsere Lebensqualität. Die Bisskraft verringert sich und das Essen kann schmerzhaft sein. Aus Knochenverlust entstandener Zahnfleischrückgang stört die Optik des Gebisses auch, unser Lächeln, im schwersten Fall kann auch unsere Mimik sich ändern. Die gute Nachricht ist, dass wir diese Ereignisse nicht erleben müssen. Es gibt mehrere Möglichkeiten für die Prävention und wir können diesen Prozess rückgängig machen.

Prävention des Knochenverlustes

In unserem Artikel behandeln wir folgende Themen.

Ursachen des Knochenverlustes.

Der Knochenverlust kann grundsätzlich auf zwei Gründe zurückgeführt werden: Zahnausfall und Zahnwurzelentzündung.

Zahnausfall

Der Zahn kann wegen eines Unfalles oder wegen einer Erkrankung ausfallen. Die Zähne beginnen zu wackeln, fallen aus oder sie müssen gezogen werden. Sowohl eine ärztliche Behandlung als auch ein Zahnunfall beeinflussen im Mund die Umgebung des verlorenen Zahnes.

Periodontitis

Die Periodontitis /Zahnwurzelentzündung ist eine bakterielle Entzündung, die die benachbarten Gewebe und den Knochen betrifft. Dieser Zustand gehört zu der zweiten, schwersten Phase einer Zahnfleischerkrankung. Vor einer Zahnwurzelentzündung tritt oft Gingivitis/Zahnfleischentzündung auf. Diese Entzündung verursachen meist Bakterien, die sich in den Plaque-Ablagerungen am Zahnfleischrand vermehren, besonders in dem unmittelbaren Bereich zwischen dem Zahnfleisch und dem Zahn. Die Ablagerungen in den Zwischenräumen befallen auch die Knochenstruktur und die Gewebe -den ganzen Zahnhalteapparat. Aus einer unbehandelten Gingivitis kann Parodontitis entstehen. Wegen dem erkrankten Gewebe kann sich das Zahnfleisch vom Zahnhals entfernen und in den sogenannten Zahnfleischtaschen kann die Plaque noch größer sein. In diesem verschlechterten Zustand beginnt der Knochenabbau, bei der Periodontitis können die sich lockernden Zähne herausfallen oder sie müssen gezogen werden.

Sonstiges

Ursachen des Knochenverlustes
Schwerste Zustände und Erkrankungen, die Zahnverlust verursachen können.

  • Zahninfektion
  • erfolglose Zahnwurzelbehandlung
  • Osteoporose/Knochenschwund
  • schlechtsitzende Prothese
  • Zahnersatz ohne künstliche Zahnwurzel
  • Zuckerkrankheit
  • Rauchen
  • schlechte Mundhygiene
  • Hohes Lebensalter

Phasen des Knochenverlustes

Die regelmäßige Belastung der gesunden Zähne, das Kauen reizt den Knochenaufbau an. Um die Knochenstruktur und die Form zu behalten braucht der Kiefer ständige Bewegung. Der Zahnverlust betrifft aber die umliegenden Zähne, weil wegen der Zahnlücke die anderen Zähne stärker belastet werden. Zufolge dieser unausgeglichenen Belastung kann der Knochenabbau in dem betroffenen Bereich beginnen. Oft vorkommende ständige Zahnverluste können die Stabilität der ganzen Kieferknochenstruktur negativ beeinflussen. Die bleibenden gesunden Zähne können wackeln, sich in eine schlechte Richtung bewegen, was die Stabilität des Kiefers teils beschädigt. Die ganze Gesichtsstruktur kann ihre normale Form verlieren. Besonders gilt es für die Zähne im Oberkiefer, wo dieser Prozess schneller ablaufen kann.

Prävention des Knochenverlustes mit ärztlicher Hilfe

Über die Möglichkeiten bei dem Zahnknochenverlust können Sie im Artikel „Dental bone reversal” lesen. Hier werden die Alternativen nur kursorisch aufgelistet.

Vorsorgeuntersuchung

Die Heilungschancen der Erkrankungen, die Knochenverlust verursachen können, hängen von den individuellen Gegebenheiten und der Einstellung des Patienten ab, und wichtig ist, in welcher Phase die Erkrankung diagnostiziert und behandelt wird. Die Vorzeichen des problematischen Zahnfleisches sind das Bluten beim Zähneputzen, wenn wir Zahnseide verwenden, Mundgeruch, Rötung und Schwellung des Zahnfleisches. Bei solchen Symptomen suchen Sie Ihren Arzt auf. In der ersten Phase kann die Zahnfleischentzündung vollständig geheilt werden. Wenn aber schon das Zahnbett entzündet ist, kann dieser Prozess nur gestoppt werden und symptomfrei gemacht werden, letztendlich braucht man einen ärztlichen Eingriff. Beim Knochenabbau wird diese Situation noch kritischer, es gibt keine Möglichkeit, um den Originalzustand wiederherzustellen.

Sonstige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen

Bei der Periodontitis spielen auch andere Erkrankungen eine wichtige Rolle, sie können den Verlauf beschleunigen bzw. verschlimmern. Ärztliche Studien haben bewiesen, dass die Zuckerkrankheit, der Knochenschwund und das Rauchen u.a. parodontale Erkrankungen hervorrufen können. Darüber hinaus sind die frühzeitige Diagnose, die regelmäßige Blutzuckerkontrolle, die Knochendichtemessung und natürlich das Aufhören mit dem Rauchen sehr wichtig. Falls Sie solche Erkrankung haben, müssen Sie die präventiven Empfehlungen in Bezug auf den Knochenverlust und auf die Lebensführung einhalten. Im Hintergrund des Knochenschwundes stehen oft die ungesunde Ernährung, Hormonprobleme oder sonstige Krankheiten, deswegen ist zur Behandlung eine komplexe Untersuchung nötig.

Was der Patient tun kann, um den Knochenverlust zu vermeiden

Mit der entsprechenden Lebensweise und mit gesunder Ernährung können wir unsere Zähne und Knochen gesund erhalten. Diese Faktoren listen wir hier auf:

Kauen

Wie schon erwähnt, brauchen die gesunden Zähne ständige Stimulation, um eine gesunde Knochenstruktur zu behalten. Wegen der normalen Knochendichte ist es besonders wichtig, das der Unterkiefer durch Kauen unter ständiger Belastung steht. Vermeiden Sie solche Diäten bei denen das Kauen nicht nötig ist. Versuchen Sie Ihre Zähne gleichmäßig zu belasten. Kauen Sie möglichst auf beiden Seiten, belasten Sie nicht immer die gleichen Zähne!

Zahnpflege, Mundhygiene

Für die Erhaltung gesunder Zähne und die Vermeidung oben genannter Erkrankungen ist die richtige Pflege notwendig. Putzen Sie Ihre Zähne täglich mindestens zwei oder dreimal, benutzen Sie einmal am Tag Fluoridcreme. Fluorid stärkt den Zahnschmelz und bildet einen Schutzfilm auf dem Zahn, der ihn vor bakterieller Übersäuerung schützt. Kinder unter 10 Jahren sollen Fluoridcreme nicht verwenden. Benutzen sie vor der Reinigung Zahnseide! Achten Sie auf die Mundspülung, weil sie den Schutzfilm von der Fluoridcreme entfernen kann. Die mehrmals tägliche Verwendungen von Mundspülungen ist sowieso nicht empfehlenswert, weil sie auch die nützlichen Bakterien vernichten kann. Bei einem schweren Zahnfleischproblem kann Ihr Zahnarzt die Corsodyl 0,2 % Mundspülung empfehlen, die gezielt die Entzündung mildert.

Rauchen

Das Rauchen ist ein Risikofaktor für vielen Erkrankungen. Das Aufhören mit dem Rauchen bedeutet einen deutlichen Fortschritt, wenn wir die Chance des Knochenverlustes verringern möchten. Schlechte Mundhygiene, Infektionsgefahr, Karies – all diese Faktoren wirken auf die Gesundheit unserer Zähne. Das Rauchen verhindert auch die Heilung. Darüber mehr Infos im Artikel „Dental bone graft and smoking”

Die Rolle der Vitamine und der gesunden Ernährung bei der Knochenerhaltung

Die gesunde, ausgewogene Ernährung wirkt auf unseren ganzen Körper, Knochen und Zähne. Mit einer ausreichenden Vitaminaufnahme und mit der Vermeidung von Schadstoffen können wir für unsere Zähne viel tun.

Gesunde Ernährung

gesunden Ernährung bei der Knochenerhaltung

Es gibt nämlich einige grundlegende Schadstoffe, über die wir schon wissen, dass sie auf unsere Zähne eine schlechte Wirkung haben. Schon in unserer Kindheit hörten wir über die schlechte Wirkung der Süßigkeiten, saurer Lebensmittel, die unsere Zähne und unseren Zahnschmelz schädigen. Aber es gibt noch andere Lebensmittel, die solch eine Wirkung haben, wie z.B. kleine Fleischreste, die in den Zwischenräumen bleiben. Nach dem Essen solcher Lebensmittel ist die richtige Zahnpflege sehr wichtig. Durch eine ungesunde oder einseitige Ernährung können unsere Knochen porös und die Knochendichte weniger werden. Mit der richtigen Mundpflege können diese Prozesse gestoppt werden. Es ist empfehlenswert, diese schädlichen Lebensmittel zu vermeiden.

Vitamine, Mineralstoffe.

Bei dem Knochenaufbau und bei der Erhaltung von gesunden Knochen spielen die Vitamine und Mineralstoffe eine wichtige Rolle, die auch bei dem Knochenverlust bedeutend sind. U.s. werden diese Wirkungen aufgelistet.

Calcium.

Durch Mangel an Kalzium werden unsere Knochen zerbrechlich. Das Calcium befindet sich in einer natürlichen Form in Milchprodukten, im Grünkohl, Spinat und in Sardinen.

D vitamin

Das D Vitamin spielt eine wichtige Rolle in der normalen Entwicklung der Knochen, der Zähne und in dem Calcium-Einbau in den Knochen. Deswegen ist es empfehlenswert, neben Calcium auch D- Vitamin aufnehmen. Eigelb, Fischöl, und auch Fisch (Leber, Niere) sind reich an D Vitaminen. Durch die Sonne wird die Produktion von D Vitamin erhöht. Es lohnt sich im Winter Nahrungsergänzungsmittel aufzunehmen, im Sommer ist der Bedarf wegen der Zahl der Sonnenstunden geringer.

C-Vitamin.

Der Mangel an C-Vitamin ist neben anderen Krankheiten bedeutend bei der Entwicklung von Gingivitis, er kann Bluterkrankheit verursachen.
Mit dem Konsum von Paprika, Spinat, Brokkoli, Kohlsorten, frischem Obst und Zitrusfrüchten u.s.w. können wir für die Vorbeugung des Mangelzustandes von C Vitamin viel tun.

Magnesium, B 12 Vitamin.

Die Forschungen haben bewiesen, dass sowohl der Magnesium- als auch B12- Mangel auf die Entwicklung des Knochenverlustes wirken.

Sonstiges

Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung – reich an Vitaminen und Mineralstoffen- unterstützen unser Immunsystem und unseren allgemeinen Gesundheitszustand. Falls die Aufnahme von diesen natürlichen Lebensmitteln nicht möglich oder nicht genügend ist, muss man auf Empfehlung des Diabetologen oder Facharztes Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.

Probiotika

Die neuesten Forschungen haben zwischen schlechter Darmflora und der parodontalen Erkrankung Zusammenhänge gefunden. Bei der Prävention vom Knochenverlust ist es ratsam, auch Probiotika zu sich zu nehmen. Neben den Apothekenprodukten ist es empfehlenswert, Milchprodukte (Joghurts, Käse, Kefir) zu essen, die die Probiotika in natürlicher Form enthalten. Das Sauerkraut ist eine ausgezeichnete Probiotika-Quelle im Winter.

Es ist offensichtlich, dass man mit etwas Aufmerksamkeit und ggf. mit der Änderung seiner Lebensweise viel für seine Zähne tun kann. Der Schlüssel des Knochenverlustes liegt in unseren Händen: die gesunde Lebensweise und die richtige Hygiene spielen eine sehr wichtige Rolle bei der Erhaltung unserer Gesundheit und bei der Vorbeugung von ernsten Erkrankungen. Falls der Knochenverlust von einer Krankheit oder von einem Unfall verursacht wird, dann braucht man ärztliche Hilfe, mehr Infos darüber finden Sie im nächsten Artikel: Knochenaufbau mit natürlichen Mitteln

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